Martin Fischer
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.: Tagebuch von Martin Fischer
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.: Tagebuch - Nicht ganz nach Plan 31. August 2010
Das war alles nicht ganz so geplant! Eigentlich war eine Trainingszeit am Plan, um wieder Kräfte für den Rest der Saison zu tanken!

Ich war nach meinem Auscheiden in New York noch ein paar Tage geblieben, einfach um abzuschalten und den Kopf wieder frei zu bekommen. Aber vor lauter Abschalten hab ich darauf vergessen für das Turnier in Como abzusagen. Um zwei Stunden habe ich zu spät angerufen, die Strafe wäre 2000$ gewesen! So versuchte ich das Beste draus zu machen. Am Sonntag bin ich gelandet, am Montag nach Como. Natürlich bin ich auch nicht nur hergefahren um dann vor Ort abzusagen, dann wollte ich es auch probieren. Heute gings dann gegen Trusendi. Aber durch den Jetlag und die paar Tage Pause war es einfach vom körperlichen zu wenig. Ich habe es versucht, es hat nicht geklappt und wenn ich nicht vom Platz getragen werden muss, ist aufgeben für mich keine Option! Lieber wäre mir natürlich anders gewesen, aber es war ja schließlich meine eigene Schuld! Aber großer Beinbruch ist es keiner. Jetzt gehts nach Hause und dann beginnt die geplante Vorbereitung. Schließlich bin ich ja heiß auf die nächsten Wochen. Der Davis Cup rückt näher, ein absolutes Saisonhighlight! Ich bin mir sicher, dass ich in zehn Tagen wieder dort bin wo ich sein will!

Ich werde euch wieder einmal ein Update geben wenn es bei mir was Neues gibt! Bis dahin...

Greets Martin

.: Tagebuch - Kein Wunschkonzert 25. August 2010
Das ging diesesmal leider ordentlich daneben! Natürlich hab ich mir das ganz anders vorgestellt, aber es ist leider kein Wunschkonzert. Hier das Tagebuch das auch auf tennisnet.com zu lesen ist:

Wenn man sich in Paris und Wimbledon für den Hauptbewerb qualifiziert hat, in New York erstmals in einer Grand Slam-Quali gesetzt ist und dann 3:6, 3:6 verliert, muss man wohl niemandem erklären, wie momentan die
Laune ist.

Aber man muss dem Michael Lammer zu einer guten, cleveren Leistung in der Defensive gratulieren. Und man muss die Gründe analysieren: Es ist erstens kalt, windig und regnerisch in New York – die Bälle waren daher
langsamer, es war schwerer für mich, Michael unter Druck zu setzen. Heute zu schwer für mich.

Zwischendurch habe ich immer wieder gute Punkte gespielt, aber es ist Stückwerk geblieben. Es waren weder leichte Punkte dabei noch solche, die einem Leitfaden gefolgt sind. Ich habe kein Konzept gefunden, keine Taktik, die wirklich gegriffen hätte.

Grund zwei war der Spielverlauf: Jeweils ein Break gegen mich im ersten Aufschlagspiel des Satzes, jeweils eine Chance, in den Satz zurück zu kommen, im ersten Breakbälle zum 4:4 ausgelassen, im zweiten zum 3:4. Er hat sich jedesmal drüber gerettet.

Natürlich ist die Enttäuschung jetzt groß. New York ist ein weiter Weg – für zwei glatt verlorene Sätze muss man nicht unbedingt über den Atlantik fliegen. Und nach meinem besten Grand Slam-Jahr bisher hätte ich mir auch einen anderen Abschluss gewünscht. Aber letztlich sind auch die US Open ein Turnier wie jedes andere. Es kommen die nächsten Aufgaben.

Den weiteren Plan werde ich mit Jogi absprechen, aller Voraussicht nach werden die nächsten Stationen das Liga-Finale in Gleisdorf sein und danach der Davis Cup in Israel. Ich freue mich auf beide, vor allem der Davis Cup ist natürlich ein großes Thema.

Davor werde ich aber wohl erstmals ein wenig abschalten, weil die Reiserei und die vielen Turniere zuletzt doch einiges an Substanz gekostet haben. Außerdem wäre jetzt wieder die Gelegenheit, an der Fitness zu arbeiten – während der Turniere kann man ja nur erhaltend arbeiten.

Mein Rückflug aus New York ist für Samstag gebucht. Ich werde mir wohl die Österreicher anschauen, vielleicht ein, zwei Tage einmal das tun, wozu man sonst nicht die Zeit hat: mal schauen, ob die Stadt, in der man sich gerade aufhält, auch aus etwas anderem besteht als einem Hotel und einer Tennisanlage.

Greets Martin

.: Tagebuch - New York it is 24. August 2010
Die Vorbereitungen auf das letzte Grand Slam des Jahres sind abgeschlossen. 

Morgen fällt der Startschuss und ich bin einer der ersten der ins Geschehen eingreift! Um 11:00 werde ich gegen den Schweizer Michael Lammer (SUI) antreten. Er ist mir nicht ganz unbekannt, jedoch habe ich noch nie gegen ihn gespielt. Die Feinabstimmung auf morgen verlief nicht ganz nach Wunsch. Immer wieder machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. So blieb mir nichts anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem ging es den Anderen ja nicht anders. Ich freue mich schon auf morgen. Ich bin übrigens das erste mal in einem Grand Slam Turnier gesetzt. Ich sehe das aber als Chance, nicht als zusätzlichen Druck! Ich habe bewiesen, dass ich das Zeug habe, mich zu qualifizieren. 

Wir werden sehen was der morgige Tag mit sich bringt! Ich melde mich morgen wieder...

Greets Martin

 

.: Tagebuch - Chancen nicht genutzt 14. August 2010
4:6, 6:7 gegen Frederico Gil, das Tiebreak im zweiten Satz 9:11 verloren – und das 9:11 sagt noch gar nicht alles. Da waren einige Satzbälle drin: 6:1-Führung im Tiebreak, den ersten Satzball hab ich leicht verschlagen, weil er mitten im Ballwechsel stehen geblieben ist … aber nur, weil er keine Chance mehr gesehen hat. Ich habe geglaubt, der Ball ist aus, und habe einen relativ leichten Schlag ins Netz versenkt. Eine Dummheit von mir, die sich gerächt hat.

Denn je näher es dann zum 6:6 gegangen ist, desto mehr hat sich dieser eine Ball in Erinnerung gerufen … und dann stand es irgendwann 9:11, eine durchaus gewinnbare Partie zu Ende statt im dritten Satz. Ärgerlich, weil ich um nichts schwächer war als die Nummer 84 der Welt.

Ich sitze gerade im Hotelzimmer, um den Heimflug zu buchen … ich verlasse Istanbul zwar verärgert über die Niederlage, aber das Turnier war insgesamt positiv: zwei Siege bei meinem ersten Hardcourt-Turnier seit fast einem halben Jahr, 6:1, 6:2 in der ersten Runde über Christophe Rochus, dann noch ein Sieg über Vincent Millot, der davor Semifinale in Cordenons und in Segovia gespielt hat – inklusive Sieg über Mahut.

Ich habe gesehen, dass mein Spiel auf Hardcourt funktioniert, das ist das Wichtigste. Ich mag das, wenn der Ball flacher wegspringt, ich habe mich beim Return wohl gefühlt, weil der Ball vorhersehbarer wegspringt als auf Sand, und an der Beinarbeit konnten wir diese Woche schon arbeiten. Da werden in den nächsten Tagen in Vorarlberg noch einige Einheiten folgen, bevor es am Freitag nach New York geht.

Ich lass wieder von mir hören!

Greets Martin

.: Tagebuch - Hitzeschlacht überstanden 12. August 2010
Es kochte förmlich am Center Court. Das Stadion in Istanbul ist recht groß. Es ist aufgebaut wie ein Kessel, da durch steht die Hitze regelrecht!

Dann kam noch dazu dass 13:30 auch nicht wirklich die Zeit gewesen wäre, die ich mir bei dieser Hitze ausgesucht hätte. Millot ist ein flinker Spieler, der es liebt zu kontern. Dadurch sind des öfteren längere Rallies entstanden, um ihn zu zwingen selbst was fürs Spiel zu tun. Eine kräftezehrende Taktik, umso wichtiger wurde Satz eins. Nachdem ich ein zwei kritische Situationen überstanden habe, spielte ich ein starkes TieBreak. Obwohl ich zu Beginn des zweiten Satzes ein Break kassierte, fixierte ich den 2-Satzerfolg! Will man der elektronischen Temperaturanzeige am Platz glauben, hatte es während meiner Partie 56°C...

Morgen wird es vermutlich nicht ganz so heiß werden. Nicht vor 18:00 wartet Frederico Gil auf mich. Er ist hier an zwei gesetzt, jedoch habe ich von Lugano noch gute Erinnerungen!

Greets Martin

.: Tagebuch - Überraschend glatte Sache 10. August 2010
Auch ich war heute von der Deutlichkeit meines Auftaktsieges gegen den kleinen Belgier Christophe Rochus überrascht.

Es lief von Beginn an ganz gut. Zum einen nutzte ich meine Chancen, zum anderen machte ich die ein oder andere von ihm zu nichte. So konnte ich schnell von vorne wegspielen, was mich noch gefährlicher machte. Ich attackierte seine Aufschläge und konnte bei meinen noch mehr Risiko gehen. So gab ich ihm so gut wie nie eine Chance ins Spiel zurückzukommen. Die Taktik ist gut aufgegangen und bei dieser Hitze einwenig Kraft sparen war heute sicherlich auch hilfreich!

Morgen ist ein Tag Pause, am Donnerstag geht es dann gegen den Franzosen Millot. Ein unangenehmer flinker Lefty, da werde ich mir morgen mit Jogi wieder den Linkshänder-Feinschliff holen ;)

Greets Martin

.: Tagebuch - Hartplatz und wieder Rochus 09. August 2010
Kitzbühel liegt hinter mir. Eine schöne Woche aus der ich sicher einige positive Eindrücke mitnehmen kann. Vor allem das Aufeinandertreffen mit Thomas Muster war sehr interessant!

Nicht nur das Doppel, sondern auch einige Trainingseinheiten haben wir miteinander absolviert. Es war wirklich beeindruckend mit welcher Entschlossenheit er wieder bei der Sache ist. Auch wie hart er zu sich selber ist, da kann man sich auf alle Fälle was abschauen. Jetzt bin ich in Istanbul was gleichzeitig den Auftakt zur Hartplatzsaison bedeutet. Vor allem die Beinarbeit ist eine ganz andere, aber die Vorbereitungen laufen gut. Morgen geht es auch schon los, ein alter Bekannter. In Runde eins wartet mit Christophe Rochus ein gefährlicher Mann. Er ist zwar in der Rangliste etwas zurückgefallen, deswegen aber auf keinen Fall zu unterschätzen. Sydney ist mir noch in guter Erinnerung, dort war es ein wahrlich heißer Tanz!

Viel kühler wird es morgen nicht werden! Auch in Istanbul brennt es ordentlich vom Himmel und die hohe Luftfeuchtigkeit trägt auch ihren Teil zum Schwitzen bei...

Greets Martin

.: Tagebuch - Ein Tag zum Vergessen 05. August 2010
Das war alles andere als ein Tag den ich in guter Erinnerung behalten werde! Nach mäßigem Spiel war für mich heute in Runde zwei Endstation.

Es hatte heute wahrlich nicht allzu viel übereingestimmt. Das Wetter machte die Plätze sehr tief und rutschig. Ich bewegte mich nicht gut genug und meine Schläge hatten schlicht weg nicht die normale Qualität. Kaum einmal hatte ich das Gefühl, dass ich ihm richtig weh tun kann. Aber so Tage gibt es wohl auch! Ich bin halt auch in letzter Zeit sehr vom Erfolg verwöhnt worden, jetzt muss ich auch mit diesen kleineren Leistungsschwankungen leben. Das soll jetzt aber auf keinen Fall die Leistung von Andi schmälern. Er hat heute ausgesprochen gut serviert und mir auch sonst niemals eine Lücke gegeben um zurückzukommen.

Das Doppel mit Tom ist übrigens abermals verschoben, das Wetter spielt einfach nicht mit. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass jetzt dann mal die Halle zum Einsatz kommen wird. Erste Runde Freitag ist ja auch nicht mehr zu früh...

Greets Martin

.: Tagebuch - Sieg gegen Nr. 2 03. August 2010
Wie ihr vielleicht wisst, habe ich seit kurzem
einen Blog auf tennisnet.com! Heute war ein sehr langer Tag für mich, da hab ich mir einfach mal erlaubt das auf meine Homepagw zu kopieren:


Das Turnier in Kitzbühel muss seit heute Abend leider ohne die Nummer zwei auskommen … aber ich nehm das relativ gerne auf meine Kappe. ;)

Die Ausgangsposition vor der Partie gegen Hajek war relativ fein für mich: Ich habe gewusst, dass ich gegen Leute in diesem Ranglisten-Bereich 70, 80 absolut gewinnen kann. Aber ich war natürlich nicht Favorit. Und außerdem liegt mir die Höhenlage bekanntlich nicht schlecht.

Ich hab von Beginn an eigentlich gut gespielt, vor allem gut serviert. Abgesehen von den ersten Aufschlagspielen in allen drei Sätzen: Im ersten ein Break gegen mich, im zweiten auch, imdritten musste ich über Einstand gehen. Aber danach ist es immer sehr gut gelaufen, auch über den zweiten Aufschlag sehr viele Punkte gemacht – wie gesagt, ich kann gut mit der Höhenlage, die hat da sicher geholfen.

Ich hätte das Match sogar früher beenden müssen: Matchbälle bei 5:4 und 6:5 im zweiten Satz, dann ein 5:3 im Tiebreak. Wenn man dann dennoch in die Verlängerung muss, ist es umso wichtiger, von der mentalen Komponente her dagegen zu halten. Das ist mir zum Glück nach 0:1 im dritten Satz auch gelungen, ich hab mein Aufschlagspiel gehalten, das über Einstand gegangen ist, habe ihn dann zu null gebreakt. Und ab diesem Moment war ich dann doch deutlich der Bessere.

Ein großes Lob den Turnierveranstaltern: Das Turnier ist unfassbar gut aufgezogen. Man fühlt sich hier nicht wie bei einem Challenger, sondern wie bei einem Tour-Event. Das beginnt schon beim super Spielerhotel, führt über das ganze Rundherum auf der Anlage bis zum Centercourt, der wirklich gut aussieht. Es ist für uns Spieler hier in Kitzbühel eine total schöne Woche.

Für mich sind es beim Heimturnier noch dazu Österreicher-lastige Tage:

Zunächst hatte ich in den letzten Tagen mit Tom zwei wirklich ausgezeichnete Trainingseinheiten. Dabei hab ich einen wirklich sehr guten Schlagrhythmus gekriegt, was mir heute absolut geholfen hat.

Dann habe ich einen gewissen Teil meines Sieges heute auch Jürgen Melzer zu verdanken: Er hat in seinem Blog am Wochenende geschrieben, dass es gegen Hajek wichtig ist, ihn unter Druck zu setzen. Das hab ich natürlich probiert, hab vor allem seine zweiten Aufschläge attackiert, und er hat sehr gut darauf angesprochen. Also …danke für den Tipp, Jürgen! ;)

Auch mein nächster Gegner ist ein Österreicher: Andi Haider-Maurer, noch dazu ein guter Freund von mir. Das gibt diesem Spiel sicherlich einen eigenen Charakter, aber wohl nur zu Beginn, irgendwann ist man dann so in der Partie drin, dass es egal ist, ob dort drüben ein Österreicher, ein Deutscher oder ein Amerikaner steht. Einen Vorteil hat's: Auf jeden Fall steigt ein Österreicher ins Viertelfinale auf.

Und an noch einem Österreicher kann man heute nicht vorbei: Vom jungen Dominic Thiem sind hier alle beeindruckt. Noch nicht einmal 17 … da war ich noch weit von Futures entfernt, geschweige denn von einem Challenger. Ich habe gestern leider nur seinen ersten Satz gesehen, den er ja verloren hat. Aber sogar da hatte ich schon das Gefühl, dass er der Bessere ist.

„Ob ich heut oder morgen ausserviere, das ist eh wurscht“, hat er gestern in seinem Blog geschrieben, ich habe richtig lachen müssen. Hut ab vor der Coolness von dem Jungen!

Greets Martin

.: Tagebuch - Ein Sieg nach Umwegen 26. Juli 2010
Trotz gestriger Liga und anstrengener Anreise nach Cordenons, konnte ich heute die erste Runde für mich entscheiden!

In der Liga ist es uns leider nicht so gut ergangen, wir haben zu Hause 3:6 verloren! Ich konnte meinem Team diesmal nicht helfen, Thiago Alves war zu stark für mich. Dann ging die Reise los. Es waren zwar nur 500km, was ich jedoch nicht wusste war, dass diese auch durch die Dolomiten führten. So erklommen Jogi und ich mitten in der Nacht zwei Pässe, nicht gerade die beste Strecke um am Beifahrersitz Schlaf zu finden. Um 4:30 war ich dann endlich im Bett. Heute gings gegen Paire (FRA), ein unangenehmer Spieler. Da weiß man nie was kommt. Mit einem Hänger in Satz zwei war dass aber eine richtig ansprechende Partie, auch die Müdigkeit hatte ich gut weggesteckt! Somit war ich nach gut zwei Stunden mit 6/3 2/6 6/2 siegreich!

Jetzt ist morgen ein Tag Pause angesagt, den kann ich auch gut gebrauchen. Mein nächste mr Gegner wird erst morgen ermittelt. Fest steht, es wird ein alter Bekannter aus dem Future in Vercelli...

Greets Martin

Ergebnisticker 1R
vs. Walter Trusendi (ITA)
4/6 1/6
nächster Gegner
Singles: 131 - Doubles: 128
Martin Fischer
.: Woche 34 - 12.860.000 $
  Qu - US Open :.
.: Woche 35 - $ 10.000.006
  US Open Qu :.
.: Woche 36 - hoffentlich
  HB US Open :.
 
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