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Q. Wer hat dich zum Tennis spielen gebracht?
M. FISCHER: Im Alter von drei Jahren machte ich mit meinem Vater die ersten Versuche.
Ganz zu Beginn sogar noch mit Tischtennisschlägern bei uns in der Garage
Q. Wolltest du schon immer Tennisprofi werden?
M. FISCHER: Naja, Tennis war immer sehr wichtig und mein stetiger Begleiter. Ich habe
es anfangs mehr als Hobby gesehen. Dass ich damit einmal mein Geld verdienen könnte, daran habe ich nie gedacht.
Q. Was war dein erster Tennisschläger?
M. FISCHER: Ich habe sehr lange Junior-Schläger gespielt. Ich glaube mein erster war ein Radical Junior von HEAD.
Q. Das heißt du hast schon mit HEAD deine ersten Anfänge gemacht?
M. FISCHER: Ja, ich spiele schon mein ganzes Leben lang HEAD und ich denke das wird auch so bleiben.
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Q. Gibt es für dich eine Sache, die in der Jungend dein Tennisleben prägte?
M. FISCHER: Entscheidend war sicher, dass ich sehr viel auf meinem Rasen zu Hause gespielt habe. Meine Cousins,
meine Geschwister und ich bauten ein Netz und spielten stundenlang. Da der Rasen aber sehr uneben war, musste man
sehr viel Geschick beweisen. Wir spielten mit Softbällen öfters unseren eigenen Wimbledon-Titel aus.
Q. Hast du manchmal das Gefühl, dass du in deiner Kindheit was verpasst hast?
M. FISCHER: Nein, eigentlich nie. Da ich nebenher immer die Schule besucht habe, hatte ich nie das Gefühl nicht
wie jeder Andere zu sein. Tennis hat mir von Anfang an Spaß gemacht. Es war bis zur Matura mein Hobby.
Q. Das du dann zu deinem Beruf gemacht hast?
M. FISCHER: Ja, das kann man so sagen. Es macht jede Menge Spaß. Wer kann schon von sich behaupten sein Hobby zum
Beruf gemacht zu haben?
Q. Was hast du für eine Ausbildung?
M. FISCHER: Ich habe 2004 im Sportgymnasium Dornbirn maturiert. Ach ja, und die Grundausbildung im österreichischen Bundesheer.
Ja, das war nicht ohne.
Q. Wann und Wo hast du deinen ersten ATP – Punkt gemacht?
M. FISCHER: 2004 habe ich für die Kitzbühel –Quali einen Punkt bekommen. Selbst erarbeitet habe ich meinen den Ersten
im April 2005 in Sri Lanka bei einem 10.000$-Turnier.
Q. Wenn du auf die bisherige Karriere zurückblickst, gibt es da etwas dass dich besonders stolz macht?
M. FISCHER: Mmmhhh, dass ich es auf alle 4 Grand-Slam-Turniere geschafft habe. Das war immer einer meiner Träume!
Q. Was gibt es noch für Träume? Gibt es ein absolutes Highlight?
M. FISCHER: Ja, auf alle Fälle. Vor heimischem Publikum, ausverkauftes Stadion, Daviscup gegen eine große Nation, beim
Stand von 2:2, der ganze Druck auf meinen Schultern und den entscheidenden Punkt holen! Es muss ein unbeschreibliches
Gefühl sein ... (wie ihr seht ist es mir auch nicht leicht gefallen dies zu beschreiben ;-))
Q. Wo siehst du dich in zehn Jahren?
M. FISCHER: Ich hoffe unter den 100 besten Tennisspielern der Welt. Vielleicht schon mit Familie in einem gemütlichen
Häuschen im schönen Ländle? Das wäre aber der Idealfall...
Q. Was würdest du als deinen Lieblingsbelag bezeichnen?
M. FISCHER: Mein Spiel passt auf schnellere Beläge, bei denen der Ballabsprung nicht zu hoch ist. Beispielsweise der Belag der
bei den US Open gespielt wird. Auf Rasen habe ich bisher selten gespielt, aber die ersten Eindrücke waren positiv.
Q. Viele beneiden dich um deine zahlreichen Reisen. Macht dir das nichts aus, so oft unterwegs und immer irgendwo anders zu sein?
M. FISCHER: Naja, im Grunde ist das damit verbundene Leben und die Reisen ganz lässig. Es verbergen sich immer irgendwelche
Abenteuer, man erlebt einiges. Aber es gibt auch Schattenseiten. Das Kofferleben in allen möglichen Hotels der Welt ist nicht
immer ein Honiglecken!
Q. Hat man da nicht Heimweh?
M. FISCHER: Selten! Auf der acht Wochen dauernden Südamerika-Tour hat’s die ein oder andere schwierige Phase gegeben. Gerade
wenn der Erfolg ausbleibt, hat man seine Tiefs. Ich reise aber selten alleine. Deshalb gibt es meistens jemanden der mich bei
Laune hält.
Q. Gibt’s Städte die dir bei deinen Reisen besonders gut gefallen haben?
M. FISCHER: Zum einen Rom, da war ich einmal mit der Schule. Eine wirklich sehenswerte Stadt. Zum anderen natürlich New York.
Das war schon beeindruckend. Kombiniert mit den US Open ein unvergessliches Erlebnis.
Q. Wie geht deine Freundin mit der ganzen Situation um?
M. FISCHER: Ich muss sagen, beachtlich. Wir sind am Anfang meiner Profikarriere zusammengekommen und sie kennt das Spielerleben
nicht anders. Sie war für mich von Beginn an ein wichtiger Rückhalt und hat mich immer in meinem Vorhaben unterstützt.
Wahrscheinlich würde unsere Beziehung anders gar nicht funktionieren. Vielleicht ist sie manchmal auch froh wenn ich weg bin ;-).
Q. Wie ist es möglich deine Kontakte zuhause zu pflegen, wenn du so oft unterwegs bist?
M. FISCHER: Natürlich ist es nicht immer leicht den Kontakt unterwegs zu halten. Ich versuche übers Internet das ein oder andere
Lebenszeichen von mir zu geben! Wenn ich dann wieder im Ländle bin, schaue ich, dass niemand zu kurz kommt ;-).
Q. Was für eine Rolle spielt deine Familie in deinem Leben?
M. FISCHER: Sie ist eine ganz wichtige Stütze und gibt mir den nötigen Rückhalt. Mir wurde von klein auf Alles ermöglicht,
damit ich meinem Hobby nachgehen konnte. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar! Nach Hause zu kommen, an einen Platz an dem sich
nicht immer alles ums Tennis dreht, ist für mich sehr wichtig um abschalten zu können.
Q. Bereust du etwas in deinem Leben?
M. FISCHER: Bisher nicht und ich hoffe, dass ich das noch lange von mir sagen kann. Aber ich bin jemand, der zu dem steht was er macht!
Q. Wie sieht das Projekt Profi in finanzieller Hinsicht aus?
M. FISCHER: Sagen wir ich halte mich selbst über Wasser, natürlich inkl. Sponsoren und Förderungen. Es gibt unzählige Spesen, die ich alle
selbst tragen muss. Der ÖTV trägt „nur“ die Kosten des Trainers. Die Preisgelder der derzeitigen Spielklasse sind leider noch zu niedrig
um reich zu werden.
Q. Kannst du dir einen anderen Beruf vorstellen?
M. FISCHER: Ja klar. Es muss auch ein Leben danach geben. Da kann ich mir durchaus vorstellen ein „normales“ Leben zu führen. Vermutlich
wird’s nie eines ganz ohne Tennis geben.
Q. Was bezeichnest du als deine größte persönliche Schwäche?
M. FISCHER: Ich bin jemand der sehr schwer nein sagen kann. Ich versuche es immer allen recht zu machen und niemanden zu enttäuschen.
Manchmal ist das positiv, doch alles in allem ist es sehr zermürbend. Ach ja, in „Dinge verschieben“ bin ich auch nicht schlecht.
Q. Was möchtest du in deinem Leben unbedingt einmal machen?
M. FISCHER: Bei einem Spiel von Manchester United im Old Trafford Stadium live dabei sein.
Q. Warum wirst du von allen „Fisch“ genannt?
M. FISCHER: Ich denke, dass wir Vorarlberger das „Spitznamen suchen“ im Blut haben. Kaum jemand wird beim richtigen Namen gerufen.
Da bei mir Martin zu langweilig ist und es von Fischer zu Fisch nicht mehr weit ist, ist mir der Name geblieben.
Q. Hörst du gerne Musik oder liest Bücher?
M. FISCHER: Eher weniger, irgendwie ist mir das zu langweilig. Da ist keine Action. Vielleicht kommt’s mit dem Alter.
Q. Was ist dein Lieblingsessen, was trinkst du am Liebsten?
M. FISCHER: Mein Favorit ist ein zartes Pfefferrahmsteak mit Kroketten. Ansonsten liebe ich die italienische Küche.
Spezi ist für mich das beste Getränk, obwohl es nicht das Gesündeste ist.
Q. Wen würdest du gerne kennen lernen?
M. FISCHER: Patrick Rafter, mein Vorbild. Seine aggressive Spielweise und sein sympathisches auftreten hat mir immer imponiert.
Q. Was steht bei dir in der Garage?
M. FISCHER: Ein Alfa Romeo 147 den mir das Autohaus Rohrer günstig zur Verfügung stellt.
Q. Warst du gut in der Schule?
M. FISCHER: Ich war viel unterwegs, da war das Wichtigste die Matura ohne Verzögerungen abzulegen. Das ist mir ohne in Gefahr zu kommen gelungen.
Q. Was hältst du von Frauentennis?
M. FISCHER: Ich habe mit meinen Freunden einen neuen Begriff gefunden – Frennis! Wir sind zum Entschluss gekommen dass es eine andere Sportart ist ;-)
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Ergebnisticker
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Letzte Qu
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vs. Ilija Marchenko (UKR)
5/7 3/6
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nächster Gegner
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Singles: 218 - Doubles: 147
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